Eintrag im Gewinnspiel-Blog vom: 26.05.2011
Die Idee hinter einer Abschreibung ist Folgende: Wenn man bspw. Ein (sich abnutzendes) Anlagegut in eine Unternehmung einbringt, dann wird diese in der Regel über mehrere Jahre genutzt. Teure Produktionsanlagen oder hochwertige PCs sind nicht nach einem Jahr wertlos oder werden weggeschmissen, sondern man nutzt sie über viele Jahre hinweg (und sie verlieren durch den regelmäßigen Gebrauch und durch die Abnutzung auch regelmäßig an Wert). Würde man die Anschaffungskosten für diese Anlagegüter gleich im ersten Jahr vollständig in den Jahresabschluss einbringen, so würde dies nicht die Realität abbilden und auch die Abnutzung über mehrere Jahre hinweg kann so nicht berücksichtig werden.
Damit der Jahresabschluss die Realität richtig wiedergibt, gibt es die Idee der Abschreibungen. Mit diesem Mittel kann man den Wert von Anlagegütern langfristig mindern. Unterschieden wird im Wesentlichen in die beiden Abschreibungsformen der linearen AfA und der degressiven AfA.
Bei der einfacheren Form der Abschreibungen (der linearen AfA) wird eine gleichmäßige Abnutzung eines Anlageguts unterstellt (der jährliche Abschreibungsbetrag bleibt konstant). Beispiel: Ich kaufe eine Produktionsanlage für 10.000 Euro und gehe davon aus, dass ich diese in den nächsten 5 Jahren nutze, bevor Sie vollständig "abgenutzt" ist. Im Falle der linearen AfA würde ich einfach die Anschaffungskosten auf den Nutzungszeitraum aufteilen und festlegen, dass meine Produktionsanlage in den nächsten 5 Jahren jedes Jahr 2000 Euro an Wert verliert (10.000 Euro geteilt durch 5 Jahre = 2000 Euro / Jahr). Das heißt, ich hätte eine Abschreibung von 2000 Euro jährlich, die entsprechend anzusetzen ist. Bei der linearen Abschreibung habe ich also konstante Jahresbeiträge. Die Nutzungsdauern kann man in der Regel natürlich nicht selbst bestimmen, hier gibt es für viele Güter Tabellen, welche die entsprechende (anzusetzende) Nutzungszeit vorgeben.
Die degressiven AfA (auch als Buchwert Afa bezeichnet) geht davon aus, dass die Abnutzung eines Gegenstandes in den ersten Jahren stärker ist, als in den letzten Jahren (so dass dementsprechend auch die Abschreibungsbeträge am Anfang höher sind). Ein Auto ist ein gutes Beispiel: Wer kennt nicht den Spruch "Sobald das Auto beim Händler vom Platz rollt ist es nur noch die Hälfte wert"? Die degressive AfA kann bei beweglichen Gütern des Anlagevermögens eingesetzt werden, für die es ein besonderes Verzeichnis gibt, sie wurde zwischenzeitlich abgeschafft, aber dann für die Jahre 2009 und 2010 wieder eingeführt.
Bei der Umsetzung der Buchwert AfA wird regelmäßig ein konstanter, fixer Prozentsatz vom Buchwert des Vorjahres abgezogen (im ersten Jahr werden dann natürlich die Anschaffungskosten heran gezogen). Wenn wir uns obiges Beispiel ansehen, dann ergibt sich aus der Formel für den Abschreibungssatz der linearen AfA ein Abschreibungssatz von 20%. Dieser Abschreibungssatz wird nun mit einem entsprechenden Faktors (höchstens 2,5) multipliziert um den konstanten Abschreibungssatz für die degressive AfA zu erhalten. Der Abschreibungssatz darf 25% nicht überschreiten. Gehen wir von einem Abschreibungssatz von 25% aus, ergibt sich für obiges Beispiel die folgende Abschreibungstabelle:
Hier sieht man deutlich den Unterschied zwischen der linearen und der degressiven AfA. Bei der degressiven AfA wird in den ersten Jahren ein deutlich höherer Betrag abgeschrieben als in den letzten Jahren. Außerdem ist (bei der linearen AfA) der Restbuchwert am Ende der Nutzungsdauer 0, bei der Buchwert AfA gibt es immer noch einen positiven Restwert (es wird niemals voll abgeschrieben).
Da bei der degressiven AfA niemals voll abgeschrieben wird, ist es einmalig gestattet zur linearen AfA zu wechseln und von hier an regelmäßig einen linearen Betrag abzuschreiben (=> Restwert / Restlaufzeit).
Das regelmäßige Wechseln zwischen linearer und degressiver AfA ist allerdings nicht erlaubt. Für Güter die nach dem 31.12.10 angeschafft worden sind, ist der Einsatz der degressiven AfA übrigens nicht mehr zulässig. Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, der kann hier weitere wertvolle Informationen und Beispiele zur Degressiven AfA finden.
Ich hoffe, ich habe ein paar Informationen vermitteln können und ich hoffe, es haben sich keine Denkfehler in meinen Beispielen eingeschlichen (falls doch, schickt mir doch kurz eine Email). Wie immer natürlich auch hier der (auf gewinnspiel-gewinner.de und beim Lotto allseits präsente) Hinweis: Keine Beratung, alle Infos und Angaben ohne Gewähr ;-).
Degressive AfA - was hat es damit auf sich?
Alle Informationen zur Buchwert Afa
Wer eine kleine Firma betreibt oder sich regelmäßig mit steuerlichen Belangen herumschlagen muss, der kommt um das Thema Abschreibungen einfach nicht herum. AfA steht als Abkürzung für "Absetzung für Abnutzung" und kann durchaus auch ein interessantes Thema für Privatpersonen werden, wie ich gerade feststellen musste (ausnahmsweise mal nicht in Zusammenhang mit meiner Seite gewinnspiel-gewinner.de und das, obwohl auch die Steuererklärung manchmal wie ein Gewinnspiel oder eine Lotterie wirken kann). Da ich gerade selber einige Zeit investieren musste um das Thema zu erfassen, möchte ich meine Erkenntnisse gerne in diesem Blogbeitrag zusammenfassen und die Grundidee hinter dem Thema Abschreibungen nennen, zusätzlich möchte ich die einzelnen Abschreibungsarten (speziell die etwas kompliziertere, degressive AfA) erklären. Umfassend kann ich das allerdings nicht tun, wer mehr zum Thema Abschreibungen wissen möchte, der findet auf der Seite degressive-afa.de einige hilfreiche Ausführungen.Die Idee hinter einer Abschreibung ist Folgende: Wenn man bspw. Ein (sich abnutzendes) Anlagegut in eine Unternehmung einbringt, dann wird diese in der Regel über mehrere Jahre genutzt. Teure Produktionsanlagen oder hochwertige PCs sind nicht nach einem Jahr wertlos oder werden weggeschmissen, sondern man nutzt sie über viele Jahre hinweg (und sie verlieren durch den regelmäßigen Gebrauch und durch die Abnutzung auch regelmäßig an Wert). Würde man die Anschaffungskosten für diese Anlagegüter gleich im ersten Jahr vollständig in den Jahresabschluss einbringen, so würde dies nicht die Realität abbilden und auch die Abnutzung über mehrere Jahre hinweg kann so nicht berücksichtig werden.
Damit der Jahresabschluss die Realität richtig wiedergibt, gibt es die Idee der Abschreibungen. Mit diesem Mittel kann man den Wert von Anlagegütern langfristig mindern. Unterschieden wird im Wesentlichen in die beiden Abschreibungsformen der linearen AfA und der degressiven AfA.
Bei der einfacheren Form der Abschreibungen (der linearen AfA) wird eine gleichmäßige Abnutzung eines Anlageguts unterstellt (der jährliche Abschreibungsbetrag bleibt konstant). Beispiel: Ich kaufe eine Produktionsanlage für 10.000 Euro und gehe davon aus, dass ich diese in den nächsten 5 Jahren nutze, bevor Sie vollständig "abgenutzt" ist. Im Falle der linearen AfA würde ich einfach die Anschaffungskosten auf den Nutzungszeitraum aufteilen und festlegen, dass meine Produktionsanlage in den nächsten 5 Jahren jedes Jahr 2000 Euro an Wert verliert (10.000 Euro geteilt durch 5 Jahre = 2000 Euro / Jahr). Das heißt, ich hätte eine Abschreibung von 2000 Euro jährlich, die entsprechend anzusetzen ist. Bei der linearen Abschreibung habe ich also konstante Jahresbeiträge. Die Nutzungsdauern kann man in der Regel natürlich nicht selbst bestimmen, hier gibt es für viele Güter Tabellen, welche die entsprechende (anzusetzende) Nutzungszeit vorgeben.
Die degressiven AfA (auch als Buchwert Afa bezeichnet) geht davon aus, dass die Abnutzung eines Gegenstandes in den ersten Jahren stärker ist, als in den letzten Jahren (so dass dementsprechend auch die Abschreibungsbeträge am Anfang höher sind). Ein Auto ist ein gutes Beispiel: Wer kennt nicht den Spruch "Sobald das Auto beim Händler vom Platz rollt ist es nur noch die Hälfte wert"? Die degressive AfA kann bei beweglichen Gütern des Anlagevermögens eingesetzt werden, für die es ein besonderes Verzeichnis gibt, sie wurde zwischenzeitlich abgeschafft, aber dann für die Jahre 2009 und 2010 wieder eingeführt.
Bei der Umsetzung der Buchwert AfA wird regelmäßig ein konstanter, fixer Prozentsatz vom Buchwert des Vorjahres abgezogen (im ersten Jahr werden dann natürlich die Anschaffungskosten heran gezogen). Wenn wir uns obiges Beispiel ansehen, dann ergibt sich aus der Formel für den Abschreibungssatz der linearen AfA ein Abschreibungssatz von 20%. Dieser Abschreibungssatz wird nun mit einem entsprechenden Faktors (höchstens 2,5) multipliziert um den konstanten Abschreibungssatz für die degressive AfA zu erhalten. Der Abschreibungssatz darf 25% nicht überschreiten. Gehen wir von einem Abschreibungssatz von 25% aus, ergibt sich für obiges Beispiel die folgende Abschreibungstabelle:
| Jahr | Abschreibung | Restbuchwert |
| 0 | 0 Euro | 10.000 Euro |
| 1 | 2500 Euro | 7500 Euro |
| 2 | 1875 Euro | 5625 Euro |
| 3 | 1406,25 Euro | 4218,75 Euro |
| 4 | 1054,69 Euro | 3164,06 Euro |
| 5 | 791,02 Euro | 2373,04 Euro |
Hier sieht man deutlich den Unterschied zwischen der linearen und der degressiven AfA. Bei der degressiven AfA wird in den ersten Jahren ein deutlich höherer Betrag abgeschrieben als in den letzten Jahren. Außerdem ist (bei der linearen AfA) der Restbuchwert am Ende der Nutzungsdauer 0, bei der Buchwert AfA gibt es immer noch einen positiven Restwert (es wird niemals voll abgeschrieben).
Da bei der degressiven AfA niemals voll abgeschrieben wird, ist es einmalig gestattet zur linearen AfA zu wechseln und von hier an regelmäßig einen linearen Betrag abzuschreiben (=> Restwert / Restlaufzeit).
Das regelmäßige Wechseln zwischen linearer und degressiver AfA ist allerdings nicht erlaubt. Für Güter die nach dem 31.12.10 angeschafft worden sind, ist der Einsatz der degressiven AfA übrigens nicht mehr zulässig. Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, der kann hier weitere wertvolle Informationen und Beispiele zur Degressiven AfA finden.
Ich hoffe, ich habe ein paar Informationen vermitteln können und ich hoffe, es haben sich keine Denkfehler in meinen Beispielen eingeschlichen (falls doch, schickt mir doch kurz eine Email). Wie immer natürlich auch hier der (auf gewinnspiel-gewinner.de und beim Lotto allseits präsente) Hinweis: Keine Beratung, alle Infos und Angaben ohne Gewähr ;-).
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